Das Seil der Handbremse wechseln - so geht's

Die Bremsanlage an Ihrem Auto sollte immer voll funktionstüchtig sein. Dies gilt auch für die Handbremse. Nicht umsonst unterliegt sie auch der Prüfung bei der Hauptuntersuchung. Sobald ein Mangel oder eine Fehlfunktion auftritt, sollten Sie sofort die Werkstatt aufsuchen. 

Selbst wechseln ist für die meisten keine Option. Aber wissen Sie, wie die Handbremse funktioniert und welche Kosten Sie zu erwarten haben, wenn hier ein Defekt vorliegt? Wir zeigen es Ihnen.

Die Funktionsweise des Bremsseils

Die Funktionsweise ist ganz einfach und schnell erklärt. Ziehen Sie an der Handbremse wird über ein Stahlseil ein Hebel an der Hinterachse betätigt, der die Bremsbacken bewegt. Wie oft Sie die Handbremse nutzen ist dafür verantwortlich, wie lange diese am Ende halten wird. 

 

Man sollte Sie aber auch nicht zu wenig nutzen, da sich sonst der Hebel an der Achse festsetzen könnte. Natürlich kann das Seil auch aufgrund Materialermüdung reißen. Meist funktioniert das Seil aber für viele Jahre ohne einen defekt. Ist die Handbremse gut eingestellt, können Sie den Hebel etwa vier Stufen ziehen. Dann ist Ihr Auto gegen ein Wegrollen gesichert. 

 

Die korrekte Funktionsweise wird bei der Hauptuntersuchung alle zwei Jahre getestet. Sind Sie sich unsicher ob diese noch richtig in Schuss ist, können Sie diese auch regelmäßig überprüfen lassen. 

Die Trommelbremse

Früher wurden Scheibenbremsen an den Hinterachsen nur bei Fahrzeugen ab 140 PS verwendet. Heute finden diese in den meisten Autos Verwendung. Verfügt Ihr Auto über eine Trommelbremse ist die Funktionsweise etwas anders. Die Bremsbeläge sind zwar größer, was aber nicht bedeutet, dass diese aus diesem Grund auch besser bremsen. 

An diesem Punkt erkennen Sie einen Defekt

Viele Punkte können für eine defekte Handbremse sprechen. Meist erkennen Sie es daran, dass diese keinen Widerstand mehr hat oder nicht mehr funktioniert.

 

Ist der Hebelweg der Handbremse zu lang, bedeutet diese, dass sie auch erst später blockieren kann. 

Die Reparatur der Handbremse

Bei einer Scheibenbremse befindet sich das Bremsseil unter dem Fahrzeug vom Hebel bis zur Hinterachse. Zuerst werden die Einstellschrauben am Hebel gelöst, bevor das Auto auf die Hebebühne kommt. Auf der Hebebühne werden die Räder und die Bremsen entfernt. Hier findet man dann die entsprechende Bremsvorrichtung. Dort ist dann auch das Seil eingehakt, welches die Bremsscheiben je nach Ausführung entweder auseinander- oder zusammendrückt. Somit wird dann der entsprechende Bremsvorgang ausgelöst.

 

Bei einigen Modellen befindet sich der Hebel aber auch sofort am Bremssattel. Hier kann man auf die Demontage der Bremsscheiben verzichten. Danach wird das Seil vom Hebel getrennt und die Einstellschrauben an der Handbremse komplett entfernt. Das Stahlseil kann dann einfach weggezogen werden. In umgekehrter Reihenfolge geschieht nun der Einbau des neuen Seils. 

 

Müssen beide Seile ausgetauscht werden, wird der Vorgang wiederholt. Danach wird die Handbremse wieder richtig mittels Einstellschraube eingestellt und die Bremsscheiben, sowie die Räder wieder montiert. Auf dem Bremsprüfstand findet dann die Feinjustierung statt. Da die Bremskraft beider Seile über den Hebel im Inneren erfolgt, sollten die Seile gleich sein. 

Die Kosten

Muss das Bremsseil getauscht werden müssen Sie etwa mit 150 bis 240 Euro rechnen. Dies ist aber davon abhängig, welches Modell Sie fahren, wie lang das Bremsseil und wie hoch der Stundensatz der Werkstatt sind. 

 

Hier können Sie sparen. Holen Sie sich vorab einige Angebote verschiedener Werkstätten und vergleichen diese miteinander. Besonders beim Stundensatz werden Sie wahrscheinlich große Unterschiede feststellen. Aber auch der Preis des Bremsseils kann durchaus variieren. Auf jeden Fall sollten Sie für Arbeiten an den Bremsen immer eine Fachwerkstatt aufsuchen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit und zur Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer.